Ausstellung

WHEN THE SICK RULE THE WORLD

Verlängert
Gruppenausstellung mit Sabian Baumann, Jesse Darling, Demian DinéYazhi‘, Eva Egermann, Magdalena Fischer, Justin Fitzpatrick, Carolyn Lazard, Park McArthur, Annie Sprinkle and Beth Stephens, Patrick Staff, Sunaura Taylor, Romily Alice Walden, What Would an HIV Doula Do? und Triple Canopy, und Constantina Zavitsanos

Krankheit ist niemals neutral. Behandlung niemals nicht ideologisch. Sterblichkeit niemals ohne eigene Politiken.
(Anne Boyer, The Undying, 2019)

Die Gruppenausstellung When the Sick Rule the World vereint die Praktiken von vierzehn Künstler*innen und einem Kollektiv, die die vorherrschenden Konzepte von Gesundheit, Produktivität und Fähigkeit (eng. ability) destabilisieren. Die Ausstellung entlehnt ihren Titel einem Essay aus der gleichnamigen Prosasammlung der Autorin Dodie Bellamy aus dem Jahr 2015. Der Text zelebriert all diejenigen als Hoffnungsträger*innen, die innerhalb eines ruinösen Systems der Effizienz als krank, schwach, unproduktiv und damit auch als weniger wert eingestuft werden.

Die dehnbare soziale Konstruktion von „Krankheit“ war ausschlaggebend für die Entwicklung der Moderne und trug vor allem zu den Beziehungen zwischen Produktion und Reproduktion und der gewaltsamen Verweigerung der körperlichen Autonomie und Handlungsfähigkeit von einzelnen Personen oder ganzen Gruppen bei. Heute ist „Krankheit“ weiterhin eine zentrale Kategorie für systemische Unterdrückung, auch jenseits der medizinischen Normierung. Si

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